Kunst im Rhythmus der Stadt
Mit PLAKT lud artlead, Herausgeber von Kunsteditionen und -objekten, 12 Künstler ein, Bilder in Form von Plakaten zu gestalten. Diese Drucke tauchten im Rhythmus der Stadt auf: manchmal unbemerkt, manchmal überraschend, auf Mauern, Fassaden, Zäunen und Plakatwänden in verschiedenen flämischen Städten und in Brüssel.
Ebenso unvorhersehbar wie das Auftauchen dieser Bilder ist auch die Zusammenarbeit mit Künstlern. Der Vorschlag von Valérian Goalec war kein Bild, sondern ein Träger: eine Stahlwandskulptur, die auf den Werberahmen basiert, die er täglich in der Pariser Metro sieht. Die Unmöglichkeit, diese Stahlträger im öffentlichen Raum zu verbreiten, inspirierte einen zweiten Teil des PLAKT-Projekts.
In verschiedenen kulturellen Einrichtungen in der geografischen Peripherie, wo die Plakate zuvor nicht im Straßenbild zu sehen waren, wird diese Wandskulptur als Träger für die Drucke der anderen elf Künstler dienen. Auch hier bleibt ein Element der Unvorhersehbarkeit erhalten: Jede Einrichtung wählt selbst die Reihenfolge und die Dauer der Sichtbarkeit der Plakate.
Bei Abby finden Sie PLAKT in der Unterführung beim Museumsgarten.
Die Bilder für PLAKT wurden von Céline Mathieu, Michel François, Camille Orso, Peter Downsbrough, Shervin/e Sheikh Rezaei, Aline Bouvy, Geert Goiris, Tine Guns, Mekhitar Garabedian, Gerard Herman und Katja Mater geschaffen. Der Rahmen ist ein Werk von Valérian Goalec.
PLAKT ist ein Projekt von artlead in Zusammenarbeit mit IKOB, Eupen; CC Strombeek; De Warande, Turnhout; Kunsthal Mechelen; NW, Aalst; De Brakke Grond, Amsterdam; Museum Dhondt-Dhaenens, Deurle; Kapel De Rozenkrans, Koksijde; Abby, Kortrijk; und Cmine, Genk.
22.10.2025 bis 25.01.2026 – Valérian Goalec mit Act 24.3
In der ersten Phase von PLAKT wird zunächst der leere schwarze Metallrahmen als Wandskulptur präsentiert. Inspiriert von den Werberahmen, denen er täglich in der Pariser Metro begegnet, fungiert das Werk nicht nur als physischer Träger für die kommenden 11 Plakate, sondern auch als Kommentar dazu, wie Kunst und Werbung den öffentlichen Raum teilen und beeinflussen.
Valérian Goalec (1986, Rennes) untersucht die Welt anhand kleiner Interventionen, die die Entscheidungen hinterfragen, die wir treffen, um die Welt zu organisieren und zu gestalten. Seit 2022 entwickelt er „Partituren” oder „beschreibende Aufgaben”, die auf räumlichen und zeitlichen Phänomenen basieren und dabei unmerkliche Beziehungen zwischen Körpern, Objekten und Umgebungen erforschen. Durch diese Reihe von Handlungen spielt er mit Verschiebungen, Rhythmen und Intervallen und richtet sein Augenmerk auf das, was verschwindet, sich verwandelt oder bleibt. Sein Ansatz, der in einer akribischen Aufmerksamkeit für Details und Verwendung verwurzelt ist, lädt zu einer neuen Lesart des Sichtbaren und Unsichtbaren ein.